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Verstehen Sie auch immer nur: GLÜCKS-DIÄT?? Da geht es Ihnen genau wie mir. Toll, dachte ich, eine Diät, die glücklich macht! Abnehmen und glücklich sein ... das wollen wir doch alle ... Also suchte ich im großen „www“ nach Informationen über diese wundervolle, angeblich glücklich machende Diät. Was war ich enttäuscht, dass diese Glyx-Diät*) (siehe Fußnote, den Begriff Glyx-Prinzip finde ich persönlich besser!) aber auch so gar nichts mit dem von mir irrtümlich verstandenen Glück zu tun hat, sondern sie steht als Synonym für den Begriff „Glykämischer Index“ (GI). Der GI ist die Maßeinheit für die Blutzucker steigernde Wirkung in Lebensmitteln, in der Regel in Kohlenhydraten. Nach dem GI werden Lebensmitteln Werte zwischen 1 und 100 zugewiesen. Je höher der Wert eines Lebensmittels, desto schneller und höher steigt der Blutzucker. Dadurch wird viel körpereigenes Insulin freigesetzt, was die Fettspeicherung in den Zellen begünstigt.
Wie sieht denn heute unsere Wirklichkeit aus? Korpulente Menschen sind pausenlos den Blicken und dem Druck Anderer ausgesetzt, die es natürlich besser wissen, wie ein schlankes (oberflächliches??) Leben auszusehen hat (wobei ich jetzt nicht behaupte, dass jedes schlanke Leben oberflächlich ist!). Doch diese Diskriminierung schmerzt. Da nützt es auch nichts, sich einzureden, „Ich fühle mich wohl, so wie ich bin!“. Schon immer wurden beleibtere Menschen über einen Kamm geschoren, wird ihnen unterstellt, sie hätten keine Körperbeherrschung, würden sich zu wenig bewegen und zu viel Süßes wie Kuchen und Cola sowie Salziges in Form von Kartoffelchips oder fettes Fast Food in sich hineinstopfen.
Ständig suggerieren uns die Medien neue Schönheitsideale, verbunden mit immer neuen Diäten und Ernährungsformen. Fitness- und Schlankheits-„Päpste“ haben Hochkonjunktur. Immer wieder hört und liest man, dass das Übel an zu viel versteckten Fetten und Zucker in der Nahrung liegt. Das ist sicher richtig, denken wir an Fast Food wie Pommes und Burger oder Fertiggerichte oder Limonaden und Cola. Und ... wir erinnern uns, dass über lange Zeit auch unsere gute alte Kartoffel genauso wie Nudeln und Teigwaren als Dickmacher galten und noch immer gelten.
Es gibt viele Übergewichtige, die sich beim Essen stark zurückhalten, genau abwägen, was darf ich essen und was nicht. Fakt ist, dass sich gerade die Übergewichtigen ernsthaft mit ihrer Ernährung auseinander gesetzt, diverse Diäten ausprobiert, Kalorien und/oder Fettpunkte gezählt haben. Und bei aller Kalorien- und Fettpunkte-Zählerei trotzdem kein Gramm ab-, sondern stets und ständig zugenommen haben. Die wahren Dickmacher sind nach Erkenntnis der Ernährungswissenschaftler unter anderem die Kohlenhydrate, und hier eine Störung im Kohlenhydratstoffwechsel, der offenbar bei Übergewichtigen nicht so funktioniert wie bei Schlanken.
Abhilfe soll in diesen Fällen eine Glyx-Diät schaffen, bei der den Kohlenhydraten mit einem niedrigen Glykämischen Index der Vorzug gegeben werden soll. Allerdings sollen hier nicht die Kohlenhydrate „verteufelt“ werden, wir brauchen Kohlenhydrate genauso wie unsere anderen Nahrungsbaustoffe Eiweiß und Fett.
Die Glyx-Diät orientiert sich am Glykämischen Index (GI), der aussagt, wie stark der Blutzuckergehalt nach dem Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Der Anstieg wird durch die Art und Menge der Kohlenhydrate im Essen beeinflusst. Auf einen hohen Blutzuckerspiegel reagiert der Körper mit einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Insulin, das den Spiegel rasch wieder absenkt. Die Folge sind zum einen Heißhungerattacken, zum anderen erschwert ein hoher Insulinspiegel den Abbau von Körperfett.
Bereits vor mehr als 30 Jahren machten sich amerikanische Diät-Entwickler diese Erkenntnisse zunutze. Ob Essen dick macht oder schlank, hängt nicht nur von der Kalorienmenge der Nahrungsmittel ab, sondern hauptsächlich von ihrer Auswirkung auf die Insulinausschüttung. Wer abnehmen möchte, muss danach also keine Kalorien mehr zählen – das müssen wir bei der Trennkost auch nicht! –, sondern stattdessen den Glykämischen Index kennen und Nahrungsmittel mit einem niedrigen Wert vorziehen. Somit werden hohe Blutzuckerspiegel vermieden, und das Risiko, einen Diabetes Typ II zu bekommen, sinkt.
Zusammenfassung: Lebensmittel mit einem hohen GI (Glykämischen Index) verursachen einen hohen Insulinspiegel, und der wiederum verhindert den Abbau von Körperfett.
Was hat nun der Glyx mit der Trennkost zu tun? Klar ausgedrückt: direkt NICHTS! Und jetzt kommt das große ABER ... Ganz sicher können wir die Trennkost damit unterstützen, wenn wir bei den Kohlenhydraten darauf achten, dass wir Lebensmittel mit einem niedrigen Glyx zu uns nehmen. Somit verhindern wir die Heißhungerattacken, denn das Ziel der Trennkost ist ja nicht nur ein ausgeglichenes Säure-Basen-Verhältnis, sondern eben auch ein ausgeglichener Insulinspiegel, der dafür sorgt, dass die Fette, die wir mit unserer Nahrung zu uns nehmen, auch abgebaut werden können.
Ganz sicher muss man nicht die komplette Liste der GIs im Kopf haben und sich davon „abhängig“ machen, aber man sollte sich schon einmal vor Augen führen, welche Lebensmittel einen hohen GI haben und sich dann für Lebensmittel mit einem niedrigen bzw. mittleren GI entscheiden.
Statt einem Weißmehl-Brötchen nimmt man ein Vollkornbrötchen, statt Weiß-, Grau- oder Knäckebrot (hoher GI) greift man zu Vollkornbrot, und selbst der Kaffee mit Milch und Zucker (hoher GI) neutralisiert sich, wenn man den Zucker einfach weg lässt. Und denken Sie an die Empfehlung der Trennkost (nach Dr. Hay), maximal bis 15 Uhr die Eiweißmahlzeiten zu sich zu nehmen, da sie einen längeren Verdauungsvorgang hervorrufen als Kohlenhydrate.
Man kann die Anfangserfolge nach der Ernährungsumstellung auf Trennkost ganz erheblich steigern, indem man sich in den ersten Wochen danach richtet, so wenig Lebensmittel wie möglich zu sich zu nehmen, die einen hohen GI haben. Wenn man ein Körpergefühl dafür bekommen hat, WIE sich ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel „anfühlt“, kann man die „Dosis“ des GI langsam steigern und Lebensmittel mit einem mittleren oder ab und zu auch mit einem hohen Glyx zu sich nehmen, denn es ist ja nicht so, dass man auf viele Produkte mit einem hohen GI ganz verzichten soll (zum Beispiel Kartoffeln, die leicht verdaulich, sehr gesund und leicht verdaulich sind, aber einen hohen GI haben).
Fazit: Essen bietet uns Genussmomente im Alltag, soll uns aber auch gleichzeitig gesund erhalten, fit und leistungsfähig machen. Leider ist es für viele Menschen nicht nur pure Freude, sondern auch mit Problemen behaftet. Übergewicht und typische Wohlstandskrankheiten machen uns immer öfter das Leben schwer. Essen nach den Regeln der Trennkost in Verbindung mit dem Glyx-Prinzip durchbricht herkömmliche Konzepte und ist eine Anleitung zum Gewichthalten und Abnehmen, ohne aufs Genießen und Sattwerden verzichten zu müssen. Der berühmte Jo-Jo-Effekt bleibt aus, und man fühlt sich dauerhaft fit, warum also nicht mal etwas Neues ausprobieren ...?? Es gibt nichts Gutes, was nicht noch zu verbessern wäre ...
PS: Schauen Sie sich mal bei Ihrem Bäcker um, viele bieten heute bereits „Glyx-Brot“ und „Glyx-Brötchen“ an.
*) Ich persönlich weigere mich, den Begriff „Diät“ zu verwenden, denn wir Trennköstler machen keine Diät, sondern ernähren uns bewusst und gesund! Diäten sind etwas ganz anderes ... ;-))
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