Zu Beginn des 20. Jahrhunderts litt der amerikanische Arzt Dr. Howard Hay (1866-1940) im Alter von 41 Jahren an einer hartnäckigen, schweren Nierenerkrankung, die von seinen Ärzten damals als nicht heilbar diagnostiziert wurde.

 

Dr. Hay wollte sich mit diesem Urteil der Ärzte nicht abfinden und suchte selbst nach einer Lösung. Er informierte sich über die Lebens- und Essgewohnheiten unserer Vorfahren, denen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Magen-, Darm- und Kreislauferkrankungen, rheumatische Beschwerden und Diabetes unbekannt waren.

Dr. Hay stellte fest, dass sich schon die Steinzeitmenschen überwiegend von Pflanzen, Früchten und Gräsern ernährten und tierisches Eiweiß und Fleisch nur in geringen Mengen verzehrten. Er kam schließlich zu dem Schluss, dass sich die Jäger und Sammler vergangener Zeiten mit einer Art pflanzlicher Trennkost ernährten.

 

Dr. Hay führte dann Selbstversuche durch und stellte seine Lebens- und Essgewohnheiten entsprechend um. Er untersuchte die chemischen Zusammensetzungen des menschlichen Körpers und fand heraus, dass er zu 80 Prozent aus basischen und zu 20 Prozent aus sauren Elementen besteht und ein so genanntes Säuren-Basen-Verhältnis für einen gesunden Zellaufbau und einen vitalen Organismus nötig ist. Er achtete fortan darauf, hauptsächlich basenbildende Lebensmittel zu sich zu nehmen. 70 bis 80 Prozent seiner täglichen Nahrung bestand aus pflanzlicher Kost wie Obst, Gemüse, Kräutern und Salaten. Die Hälfte hiervon verzehrte er roh. Außerdem trennte er möglichst streng nach kohlenhydratreichen und eiweißreichen Mahlzeiten. Und er aß nur so viel, wie er glaubte, wie der Körper momentan benötigte.

 

Und tatsächlich gelang es ihm, seine Krankheit äußerst positiv zu beeinflussen. Seine Erkenntnisse hielt er in einem Buch fest, das er in den USA veröffentlichte. Dr. Hay starb im 74. Lebensjahr an den Folgen eines Unfalls.

 

Das Buch von Dr. Hay fiel 1939 durch Zufall in die Hände des deutschen Arztes Dr. Ludwig Walb, der schnell die Vorteile dieser neuartigen Kostform erkannte und sie seinen Patienten daher mit gutem Gewissen und erstmals unter dem Namen „Trennkost“ empfahl.

 

 

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