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Dr. Hay stellte fest, dass sich
schon die Steinzeitmenschen überwiegend von Pflanzen,
Früchten und Gräsern ernährten und tierisches Eiweiß und
Fleisch nur in geringen Mengen verzehrten.
Er kam schließlich zu dem Schluss, dass sich die Jäger und Sammler vergangener
Zeiten mit einer Art pflanzlicher Trennkost ernährten.
Dr. Hay führte dann
Selbstversuche durch und stellte seine Lebens- und Essgewohnheiten entsprechend
um. Er untersuchte die chemischen Zusammensetzungen des menschlichen Körpers
und fand heraus, dass er zu 80 Prozent aus basischen und zu 20 Prozent aus
sauren Elementen besteht und ein so genanntes Säuren-Basen-Verhältnis für einen
gesunden Zellaufbau und einen vitalen Organismus nötig ist. Er achtete fortan
darauf, hauptsächlich basenbildende Lebensmittel zu sich zu nehmen. 70 bis 80
Prozent seiner täglichen Nahrung bestand aus pflanzlicher Kost wie Obst, Gemüse,
Kräutern und Salaten. Die Hälfte hiervon verzehrte er roh. Außerdem trennte er
möglichst streng nach kohlenhydratreichen und eiweißreichen Mahlzeiten. Und er
aß nur so viel, wie er glaubte, wie der Körper momentan benötigte.
Und tatsächlich gelang es
ihm, seine Krankheit äußerst positiv zu beeinflussen. Seine Erkenntnisse hielt
er in einem Buch fest, das er in den USA veröffentlichte. Dr. Hay starb im 74.
Lebensjahr an den Folgen eines Unfalls.
Das Buch von Dr. Hay fiel
1939 durch Zufall in die Hände des deutschen Arztes Dr. Ludwig Walb, der schnell
die Vorteile dieser neuartigen Kostform erkannte und sie seinen Patienten daher
mit gutem Gewissen und erstmals unter dem Namen „Trennkost“ empfahl.
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