Was sind Schüßler-Salze?

Ganz einfach! Es sind Mineralstoffe, die unser Körper braucht, aber nicht selbst bilden kann, sondern er muss sie über die Nahrung aufnehmen. So denaturiert, wie unsere Nahrung heute ist – denken Sie nur an die vielen Pestizide in Obst und Gemüse oder an die chemischen Veränderungen in Fertiggerichten! –, ist es kaum mehr möglich, unseren Körper ausreichend mit den lebensnotwendigen Mineralstoffen zu versorgen.

 

Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) fand heraus, welche Mineralstoffe hauptsächlich in unseren Organen vorkommen, welche Aufgaben sie haben und welche Beschwerden eine ungleiche Verteilung der Mineralstoffe verursacht. Aus den zwölf wichtigsten Mineralstoffen entwickelte er seine „Biochemie“ – als Unterschied zur Homöopathie! –, die bereits mit kleinsten Mengen den Mineralstoff-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen und somit auch Heilung ermöglichen kann.

 

Unterschiede zwischen Homöopathie und Biochemie:

In der Homöopathie wird „Ähnliches mit Ähnlichem“ geheilt, was bedeutet, dass ein Wirkstoff, der bei einem Gesunden Krankheitssymptome auslöst, durchaus in der Lage ist, eine bereits bestehende Krankheit zu heilen.

 

In der Biochemie wird „Gleiches mit Gleichem“ geheilt, fehlt uns also ein bestimmter Mineralstoff, so können durch die Aufnahme genau dieses Mineralstoffes Beschwerden gelindert und geheilt werden. Diese Mineralstoffe sind essentiell, das heißt, dass sie für den Körper lebensnotwendig sind, dass er sie aber nicht selbst herstellen kann und sie deshalb über die Nahrung aufnehmen muss. Leider ist bei unseren heutigen Ernährungsgewohnheiten (zum Beispiel zu viel Schokolade) eine vernünftige Aufnahme der Mineralstoffe nicht gewährleistet, so dass eine Unterstützung mit Schüßler-Funktionsmitteln sinnvoll ist.

 

Risiken und Nebenwirkungen:

Es gibt verschiedene Darreichungsformen dieser biochemischen Mineralstoffe, die übrigens völlig nebenwirkungsfrei sind. So gibt es die Pastillen der Firmen DHU, Pflüger und der Versandapotheke Orthim, deren Basis die Verreibung mit Milchzucker ist. Für Menschen, die allergisch auf Milchzucker reagieren, gibt es Globuli der Firma Schuck, kleine Kügelchen aus Kristallzucker, auf die der entsprechende Mineralstoff in flüssiger Form aufgetragen wird. 5 Globuli entsprechen einer Pastille. Verhältnismäßig neu ist die flüssige Variante von Pflüger (Schüßler-Dilution), wo die Mineralstoffe in Alkohol gelöst sind, hier entsprechen 5 Tropfen einer Schüßler-Pastille.

 

Wie bereits erwähnt, haben die Mineralstoffe keine Nebenwirkungen. Milchzucker-Allergiker sollten die Pastillen meiden, und bei einer Einnahme von großen Mengen der Pastillen kann der Milchzucker auch bei Nicht-Allergikern eine leicht abführende Wirkung haben. Es gibt keine Überdosierungen, was dem Körper zu viel zugeführt wurde, wird unverbraucht wieder ausgeschieden.

 

Wichtig ist noch zu wissen, dass die Mineralstoffe nicht nur in Milchzucker potenziert werden, sondern dass es noch Tablettier-Hilfsstoffe gibt, um die Pastillen zusammenzuhalten. Bei der Firma DHU ist dies Weizenstärke (die glutenhaltig ist), bei der Firma Pflüger und bei Orthim ist es Kartoffelstärke (also glutenfrei!). Wer also gegen einen der Stoffe allergisch reagiert, sollte dann auf das Produkt einer anderen Firma ausweichen (siehe oben).

 

Das soll als Einführung in die Schüßler-Salze genügen.

 

Wie kann ich nun aber die Trennkost – und damit auch meine Ernährung und vor allem meinen Körper! – sinnvoll mit Schüßler-Salzen unterstützen?

 

Ganz einfach! Da die verschiedenen Mineralstoffe in unserem Körper auch verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben, können wir mit den Schüßler-Salzen bestimmte Körperfunktionen wie zum Beispiel Entschlackung, Entwässerung, Entsäuerung und Blutreinigung durch die entsprechenden biochemischen Funktionsmittel – wieder ein weiterer Begriff für die Schüßler-Salze! – unterstützen.

 

Gerade zu Beginn der Ernährungsumstellung mit der Trennkost fängt der Körper an zu entgiften und zu entschlacken. Leber und Nieren müssen Hochleistungen erbringen, um den Körper vom überwiegend sauren auf ein basisches Niveau umzustellen. Also ist es naheliegend, die Mineralstoffe zu sich zu nehmen, die genau diese Funktionen unterstützen!


Eine gute Wahl ist hier die Kombination aus den Nummern 4, 6 und 10 – die Nr. 4, Kalium chloratum, ist DAS Drüsenbetriebsmittel schlechthin! Kalium gehört zu den wichtigsten Elektrolyten der Körperflüssigkeit und ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mit verantwort­lich. Es hält den Wasser- und Elektrolythaushalt im Gleichgewicht, sorgt für einen regelmäßigen Herzschlag, reguliert den Blutdruck und ist wichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen. Kalium chloratum ist ein wichtiges Entgiftungs- und Entschlackungsmittel, das in der Lage ist, vor allem in den Zellen „chemische“ Gifte zu binden.

 

Die Nr. 6, Kalium sulfuricum, fungiert als „Reinigungstrupp“ von innen und unterstützt die Leber bei ihren Entgiftungsfunktionen. Kalium-sulfuricum-Mangel führt zur Übersäuerung der Zellen. Die Gift- und Belastungsstoffe, die der Organismus nicht ausscheiden kann, werden Schicht für Schicht in der Zelle abgelagert, wobei die jeweils letzte Störung die oberste Schicht bildet. Alle abgelagerten Stoffe müssen aus dem Körper geschafft werden, was durch den Schwefelanteil im Kalium sulfuricum möglich ist. Hierbei sollte zur Entgiftung immer die Nummer 10 zur Ausscheidung hinzugenommen werden.

 

Die Nummer 10 ist das Salz für die Ausscheidung. All die Schlacken, die sich im Körper gebildet haben, müssen auch abtransportiert werden, und dafür sorgt die Nummer 10, Natrium sulfuricum – schwefelsaures Natron – uns allen besser bekannt unter dem Namen Glaubersalz. Aber … keine Angst! Um die Wirkung des grobstofflichen Glaubersalzes zu verspüren, müssten schon etliche tausend Pastillen eingenommen werden … Und wenn man dann eine abführende Wirkung verspürt, kommt das eher vom Milchzucker als vom Glaubersalz ...

 

Bei einer Verschlackung des Körpers muss der Organismus diese Stoffe mit Wasser in einer Lösung halten. Diese Schlacke belastet den gesamten Körper, verwässert das Blut, wird im Gewebe angeschwemmt, und schließlich kommt es zu Anschwellungen in Händen und Füßen. Altersschwachen Zellen entzieht die Nr. 10 die Flüssigkeit, so dass sie zerfallen, neuen Zellen Platz machen und die alten Zellen ausgeschieden werden können. Außerdem hilft die Nr. 10 Leber und Galle bei der Bildung von Gallenflüssigkeit, unterstützt somit die Tätigkeit des Darms und reguliert den Zuckerhaushalt.


Wenn man nun noch gezielt der bestehenden Übersäuerung zu Leibe rücken will – im wahrsten Sinne des Wortes! –, empfehle ich die Nummern 2, 9 und 23, als da wären für die 2 – Calcium phosphoricum – die 9 – Natrium phosphoricum – und die Nr. 23 – Natrium bicarbonicum, das den Stoffwechsel aktiviert, und hier besonders die Ausscheidung von harnpflichtigen Stoffen. Man verwendet es bei Harnsäureüberladung des Blutes und der Gewebe, allgemein bei trägem Stoffwechsel mit ungenügender Entschlackung.

 

Die Nummer 2 regelt den Eiweißhaushalt. Da unsere Ernährung heutzutage ziemlich eiweißlastig ist, kommt es häufig zu Stoffwechselstörungen, die eine Übersäuerung nach sich ziehen. Hierdurch wird das Blut dicker, das Herz muss mehr pumpen, und auch das Gehirn wird nicht mehr richtig durchblutet. Insofern ist die Nummer 2 eine gute Wahl bei der Behebung von Übersäuerung.

 

Und die Nummer 9 ist das Salz des Stoffwechsels. Es dient zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts und regt den Stoffwechsel an. Die Nr. 9 ist in der Lage, die Harnsäure in Harnstoff umzuwandeln und somit ausscheidbar zu machen. Sie bindet die freie Kohlensäure, die durch den in der Lunge vorhandenen Sauerstoff frei wird und wieder ausgeatmet werden kann.

 

Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten, den Körper und seine „Gesundwerdung“ – und später auch die Gesunderhaltung! – mit Schüßler-Salzen zu unterstützen. Das soll aber nicht Thema dieses Beitrags sein und bleibt einer persönlichen Mineralstoffberatung vorbehalten, die Sie gern mit mir vereinbaren können, weitere Infos über trennkost-pyramide@arcor.de


Einnahme der Schüßler-Salze:

Es spricht überhaupt nichts dagegen, die vorher genannten Biomineralien miteinander zu mischen, so dass man als generelle Tagesempfehlung nennen kann:

 

3-4 x täglich 2 Pastillen = 6-8 Pastillen im Wechsel über den Tag verteilt unter der Zunge zergehen lassen,

 

was dann eine Gesamtmenge von 18-24 Pastillen ausmacht, da man ja drei verschiedene Salze (zum Beispiel die Nrn. 4, 6 und 10) einnimmt. Damit hat man schon ganz gut den Tag über zu tun ...

 

Hier empfehle ich, die Schüßler-Salze im wöchentlichen Wechsel einzunehmen, eine Woche lang die Nrn. 4, 6 und 10, die nächste Woche die Nrn. 2, 9 und 23 und dann mit den Nummern der 1. Woche fortzufahren. Eine solche Entschlackungs-/Entsäuerungs- und Blutreinigungskur sollte für die Dauer von 6 Wochen durchgeführt werden, wobei eine erste Entgiftung nach etwa zwei Wochen zu erwarten ist.

 

Mir ist dieses Pastillen-Gelutsche zu mühsam, ich bevorzuge die etwas „einfachere“ Methode und schlage damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

 

Wie wir alle wissen, ist Wasser für uns lebensnotwendig. Genau dieses Wasser benötigen wir in größerer Menge, wenn wir unseren Körper entwässern und entschlacken wollen. Je mehr wir trinken, desto besser wird der Körper gereinigt, desto besser können die Schlacken mit dem Wasser abtransportiert werden.

 

Meine bevorzugte Methode der Schüßler-Salz-Aufnahme ist die Bereitung von Schüßler-Wasser. Dazu nehme ich von jeder Nummer (wie oben erwähnt, die 4, 6 und 10 oder 2, 9 und 23) jeweils 10 Pastillen und löse diese in heißem Wasser auf. Die Mineralstoffe gehen ins Wasser über, der Milchzucker und die Tablettierhilfsstoffe (wie Weizen- oder Kartoffelstärke, siehe oben) setzen sich am Boden ab. Da ich nicht besonders gern auf dem Milchzucker & Co. herumkaue und das Wasser dadurch trübe wird, gebe ich die Pastillen in einen Teebeutel für losen Tee und hänge ihn einfach in einen Becher mit heißem Wasser, warte, bis sich die Pastillen aufgelöst haben und die Mineralstoffe ins Wasser übergegangen sind. Dann gieße ich diese Schüßler-Mischung mit stillem Mineralwasser bis zu einer Menge von 1 l auf.

 

Man muss nicht unbedingt mit Teefilterbeuteln arbeiten, um klares Schüßler-Wasser zu bekommen, eine Kaffeefiltertüte tut’s genauso, indem man das Wasser einfach durchfiltert.

 

Dieses Mineralstoffwasser trinke ich jetzt – abgekühlt – über den Tag verteilt in mehreren Portionen, um dem Körper Reize zu setzen, was ganz wichtig ist, denn wenn ich alles hintereinander weg trinken würde, würden die Zellen förmlich mit den Mineralstoffen überschwemmt, und der Körper würde das Zuviel an Mineralstoffen ungenutzt wieder ausscheiden.

 

Über meine Schüßler-Wasser-Mischung hinaus trinke ich selbstverständlich noch eine ganze Menge Mineralwasser ohne Schüßler-Salze, um auf eine Gesamtflüssigkeitsmenge pro Tag von ca. 2-2 ½ Litern Wasser zu kommen – das ist nicht nur gut zum Entschlacken und Entwässern, sondern meine „kleinen grauen Zellen“ danken es mir ebenfalls, indem sie aufnahme- und leistungsfähiger werden und ich somit konzentrierter arbeiten kann.

 

 

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